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Der Blog mit der Maus

Schönen guten Abend meine Damen, meine Herren…. „liebe“ Kinder.

Als ich nach meinem Weihnachtsurlaub in meine Wohnung im Exil nach „Hause“ kam stellte ich nichts weiter fest als das es genauso unordentlich war wie in dem Moment als ich es verlassen hatte. Vom schnöden Alltagsleben gebeutelt, das bald wieder auf mich zukommen würde, begab ich mich schnellstmöglich nach zwei Bierchen und einem Schnaps… und einer ordentlichen Reinigung meines innerkörperlichen Esszimmers zu Bett.
Als ich mich am nächsten Morgen mit aller Gewalt aus Morpheus Armen reißen musste, und mich grazil wie ein Steppenpferd mit Bandscheibenvorfall aus dem Bett wuchtete, stellte ich immer noch nichts fest, außer der Tatsache, das da ein Rascheln in der Küche meine Irritierung verdiente.
In Shorts auf der Bettkante sitzend und wie wild mit den Händen durch mein Antlitz reibend fragte ich mich ob ein Einbrecher wirklich so tief sinken konnte. Der Absurdität halber abwinkend beschloss ich mich diesen Gedanken abzulegen… immerhin können Autoknacker in der Pfalz nicht mal ein unabgeschlossenes Auto klauen… hingegen Bankräuber auf einem Fahrrad entkommen können.
Als nächstes fragte ich mich ob meine verflossene sich etwa einen Nachschlüssel hat machen lassen… und warum sie das tun sollte.
Der Gedanken mussten Taten folgen! Ich stand entschlossen auf kämpfte einen Augenblick mit dem Gleichgewicht und einer halb vom Fuß hängenden Socke, und ging schnurstracks auf die Küchen Tür zu… zwei sehr lange Schritte! Als ich mit betont männlicher Kraft und auf alles Gefasst die Türklinke aus der horizontalen bewegte und mit einem bestimmten, wenn auch höflichen, Schwung die Tür öffnete erblickten meine Augen… eine volle Spüle und ein halb gegessenes Brot vom Vorabend. Ich hielt es wohl für richtig die Mortadella erstmal atmen zu lassen… aber lassen wir das.
Ich sah meine Küche, in voller Pracht, aber ansonsten nichts Auffälliges. Wachgeküsst vom Holzhammer des Adrenalins taperte ich, eine unsittliche Geste machend, ins Badezimmer, als ich erneut das Rascheln hörte. Blitzschnell kombinierend streiften meine Augen, einem Kampfhubschreiber gleich über sämtliche Ebenen meiner Arbeitsflächen, Mülleimer und Kisten, die schon längst im Müll vor der Tür hätten sein könnten, und sondierte das Terrain nach allem was Rascheln konnte.
Plastikbrotverpackungen, leere zusammengeknüllte, fein säuberlich in einer Haushaltskiste aufbewahrte Einkaufstaschen, und der gelbe Sack! Der gelbe Sack… oh mein Gott, oder wer auch immer die Fäden da oben in der Hand hat. Was zum Teufel, oder wer auch immer die Fäden da unten in der Hand hat, bewegt sich denn in meinem gelben Sack?
Ich entschloss mich, auf einen Würgereiz gefasst, dem raschelnden Etwas auf den hoffentlich nicht schleimigen oder stinkenden Grund zu gehen.
Ich näherte mich um zwei gewaltige Schritte dem unförmig, transparenten Abholbehälter und kniete mich hinunter. Ich sah nichts, aber das rascheln war lauter, als war ich auf der richtigen Fährte. Ich drehte den Sack um ca. 45,7 Grad in meine Richtung und fand darin mehrere kleine Löcher. Ich wunderte mich nicht darüber… alle Plastikbeutel sind gemacht um in meiner Gegenwart zu reißen oder zu platzen! Das Schicksal gibt einem doch hin und wieder den subtilen Wink nicht zu übermütig zu werden…. Mir passiert dies in Form von reißenden Einkaufstaschen in jedem Konsumtempel auf der westlichen Hemisphäre.
Ich dachte mir also nichts weiter, bis plötzlich eine kleine, spitze Nase mit winzigen und unschuldigen Augen aus dem Sack heraus stach und mir guten Morgen sagte.
Eine Maus dachte ich mir… ansonsten dachte ich erstmal gar nichts…

Fortsetzung folgt
11.2.08 00:02





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